nach drei minuten im beschaulichen kulturbuchhaus in schwerin ist klar, dass hier keine “klassische” show stattfinden wird. das café kunterbunt ist zwar ein wunderschöner laden, eine wirkliche bühne geschweige denn eine kräftige p.a. gibt es aber nicht. egal, nicht unterkriegen lassen…
nach ein paar schritten über den örtlichen weihnachtsmarkt legen mikroboy eine spontane probe eines soeben erdachten akustiksets ein, während pesca und torben ebenso neue versionen unserer songs proben und ich mich unter die kopfhörer verkrieche, um ein live-set für die eine (bei computer natürlich nur halb-)akustische show zu improvisieren. wir entscheiden uns spontan, das konzert im sitzen zu spielen, experimentieren noch ein wenig mit der elektronik und lassen diese schlussendlich leise pluckernd über einen gitarrenamp laufen.
ersteinmal kommt das alles ganz schön macgyver-mäßig, klingt dann aber doch ziemlich überzeugend und wir haben tatsächlich einen riesenspaß, als es auf die kleine bühne geht. einige songs tönen sogar für uns ungewohnt aber angenehm reduziert, und so lauschen wir uns quasi selber bei einem ganz speziellen gig.
mikroboy überzeugen im anschluss erst recht und wir lassen uns das lübzer-Pils schmecken, während wir auf eine couch gefläzt die Songs genießen. danach wird noch eine runde drinks bestellt und nach hause gehts dann noch lange nicht, aber hier schließen wir mal den vorhang… soviel sei aber verraten: die drei tage tour haben sich angefühlt, wie eine woche…
paul
danke: alle @ café kunterbunt; mikroboy & malle & simon
draußen ist es kalt, aber wir zittern aus einem anderen grund: das rider’s café in lübeck ähnelt dem titty twister aus tarantino’s “from dusk til dawn”. ihr wisst schon – der laden, in dem sich um mitternacht alle in zombies verwandeln. heute abend ist aber alles anders: der harleyparkplatz bleibt leer, an der theke sitzt eine handvoll indiefans. mit denen verstehen wir uns gut, vor und während der show. und wir vergessen, dass es auf mitternacht zugeht. um schlag zwölf im backstageraum schrecken wir auf. hört ihr das? da! ein kreischen, schreie, irres lachen. wir öffnen die tür einen spalt. im schummrigen licht taumeln aufgedunsene körper, zerfledderte leichen – und sie kommen auf uns zu! wir spurten los. raus aus dem rider’s café, in den bus, tür zu und los! im rückspiegel sehen wir noch, wie die zombies uns hinterherstolpern. aber wir sind in sicherheit! das equipment allerdings müssen wir zurücklassen. deshalb gibt es in schwerin nur ein halbakustikset.
torben
danke: alle @ rider’s café, mikroboy & malle & simon
es ist unser erster auftritt im logo – und der letzte. der club wird abgerissen, wie so viele in hamburg. neben der theke hängen fotos von früher. karl dall blinzelt ins schummrige licht. 1978 ist er hier aufgetreten, vor mehr als 30 jahren. wir stehen jetzt auf derselben bühne – gerade noch rechtzeitig.
eine grandiose woche liegt hinter uns. mit mikroboy und fünf tollen konzerten. hier ist, was wir noch zu sagen haben…
@oldenburg: setzt sich das polyester-publikum eigentlich immer? auch bei anderen bands? bei .computer.. jedenfalls ist das tradition! und wir versprechen: nächstes mal spielen wir länger! grüße an die polyester-crew, morten, simon, fritz & viola, daniela. ps: rettet das polyester!
@ludwigshafen/mannheim: danke, dass ihr uns so freundlich empfangen habt! vielleicht ziehen wir uns nächstes mal aus!? grüße an die haus-crew, eva & caro
@trier: super stimmung bei euch! und bei uns: “mikroboy liebt .computer..”? das geben wir zurück! und .computer.. liebt 90er-jahre-technodisko, zumindest manchmal! grüße an die exhaus-crew
@stuttgart: wir wussten nicht, wie herzlich ihr seid! und eure polizei auch – kein scherz! grüße an die universum-crew und sometree. ps: habt ihr die nachricht bekommen?
@münchen: ein toller tour-abschluss, danke! grüße an die toleranten leute an der tanke. es muss merkwürdig sein, wenn mitten in der nacht auf dienstag ein bus anrollt, aus dem ein dutzend kehlen laut “i swear” singen. “by the moon and the stars in the sky: i’ll be there!”
zum schluss danke an michi, anneli, dominik und kai steffen! es war uns eine freude. aber das wisst ihr ja! grüße an malle: best mischer in the universe! und an katharina: danke für die tolle betreuung! du hast die zügel in der hand!
…fährt man zehn tage durch die republik? durch schnee, regen und arschkalte großstädte? warum lässt man sich jeden abend in menschenverachtender lautstärke tiefste bässe, fieseste mitten und fast keine höhen um die ohren hauen? warum zerstört man sich ab 19 uhr mit wodka red bull und lokalen bieren die letzten freien radikale, die noch im körper wohnen und die es mit den unmengen fast food aufnehmen können, die man tagsüber völlig bräsig in sich reingefressen hat? und warum zum henker muss man jeden noch so unquallifizierten hirnschiss, der den oft zu kurzen Weg nach draußen findet, mitkriegen und kommentieren? warum bleibt man an der nächsten tanke nicht einfach draußen und sagt zum abschied leise fick dich?
weils geil ist!
weil man die drei total bescheuerten typen so verdammt gern hat, dass die zehn tage tour auch gerne 30 tage hätten dauern können. weil man mal so richtig rock´n´roll feiern, leben und lieben kann. und natürlich fühlt man sich als teil von was vielleicht bald ganz großem. bist du jetzt eigentlich rockstar, pesca? glaub schon, nä?!
das ist irgendwie traurig. aber auch gut! erstmal ruhe – und nächstes jahr wieder ran mit ordentlich tatendrang. will jetzt hier weder euphorisch noch melancholisch werden. aber: es war ein tolles jahr. und es ist schade, dass es vorbei ist. jungs und mädels, das war nicht die letzte runde! im gegenteil!
ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage: kassel war klasse! einzig die rückfahrt nach hamburg mitten in der nacht hat geschlaucht. aber marky musste ja fahren. am nächsten abend dann tourabschluss im übel und gefährlich. ein letztes mal vor 1000 leute. die reaktion: herzlich für hanseaten. “wir waren .computer.., vielen dank!” danach feierei im backstage mit kettcar, guten freunden, absolut und eis. mmmh! die darauffolgenden tage: post-tour-depression. wir kommen nur schwer im alltag an. puh. jetzt er hat uns wieder. oder doch nicht ganz.
denn eine reise in die vergangenheit stand noch bevor: nach jwd, in die budnik, zum “padam”. ui. diesmal ohne feldwege und schneehasen wie vor drei jahren, dafür mit “starcar” (seltsam, als musiker in sowas zu reisen). das bandinfo schreibt: “beim ersten auftritt ende 2005 fiel dem metal-publikum einer dorfgaststätte noch die kinnlade nach unten.” diesmal nicht. kein metal, alle unplugged (außer uns). .computer.. geht eben nur mit strom.
jetzt sitze ich am schreibtisch. unter meinem fenster donnern die autos vorbei. es ist kalt draußen, aber die gefühlte temperatur liegt höher. gestern, drei tage vor heiligabend, zum ersten mal weihnachtsmarkt: glühwein und champignons zwischen tannenbäumen. endlich angekommen im advent. fühlt sich gut an, ein paar tage auszeit von allem. juhu!
danke an alle, die uns 2008 live gesehen haben: yeah, your sex is on fire! ein persönliches danke auch an emily.
torben
ps: 2009 geht’s weiter mit computerspielen…
danke und gruß an markus; kettcar & crew; everyone @ nachthallen, kassel; udo & everyone @ ü&g, hamburg; all the friends in hh who came out; saskia; padde & todde; everyone @ padam; stephan & markus
wir haben die ersten fotos der letzten konzerte in die finger bekommen (danke caro, jana & thomas) und eins fällt uns auf: wir scheinen spaß zu haben! das ist gut so – und liegt zu einem großen teil an der tollen resonanz, die wir vom publikum bekommen (auch wenn wir auf den letzten shows ja “nur” support waren). danke dafür! wir machen weiter, heute in kassel!
es ist fast acht. in einer stunde gehen wir auf die bühne. diesmal in erlangen. e-werk. auch beim fünften gig mit kettcar will die anspannung nicht weichen. im gegenteil. wird von mal zu mal schlimmer. bielefeld war richtig gut zu uns, karlsruhe vornehmlich kalt. zumindest die temperatur im backstage. hier im e-werk ist es – wie das wort schon sagt – kuschelig warm, draußen schneit’s. uiuiui. sowas schreibt man also, wenn man zu aufgeregt ist, um zu denken. später mehr.